Diskussion: Feminismus und Geschlechterpolitik

Unser Plenum am 28.02. entfällt. Wir sehen uns nächsten Dienstag, ab 19:00 Uhr im Linksbüro Augsburg wieder. Dort wollen wir mit FreundInnen und GenossInnen von DIE LINKE Augsburg über die Themen Feminismus & Geschlechterpolitik diskutieren:

„Geschlechterpolitik ist ein alltägliches, gesamtgesellschaftliches Thema und betrifft jede und jeden von uns. Wir alle haben unterschiedliche Erfahrungen gesammelt und verschiedene Auffassungen von sinnvoller Geschlechterpolitik.

Wie schaffen wir es, eine gerechte Gesellschaft für Menschen jeden Geschlechts zu schaffen? Wie erreichen wir beispielsweise Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen?
Wie beenden wir die Diskrimminierung und Stigmatisierung von LGBTQI*?

Gerade in der heutigen Zeit werden Feminismus & Frauenrechte immer wieder von rechts instrumentalisiert. Wie schaffen wir es klarzustellen, dass Feminismus immer antirassistisch ist?

Diese und viele andere Fragen haben auch Bedeutung für die Stadtpolitik. Daher laden wir Euch herzlich dazu ein mit uns am 7.3., ab 19:00 Uhr im Linksbüro Augsburg mit uns über die Themen Feminismus & Geschlechterpolitik zu diskutieren. Für Getränke und Snacks ist gesorgt.

Wir freuen uns auf einen regen Erfahrungs- & Meinungsaustausch mit Euch!“

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Prüfungsrecht – Eure Rechte kennen!

Liebe Studis,

Die Prüfungsphase steht an und damit auch aller Hand Fragwürdiges der Dozierenden zu Ungunsten der Studierenden bei der Prüfungserstellung, -bewertung und -zulassung.

Daher möchten wir euch über folgende Rechte der Studierenden aufmerksam machen, die ihr gerne auch weiter verbreiten dürft.

1. Anwesenheitspflicht, oft auch als Präsenz bezeichnet, ist so gut wie abgeschafft.

Eine Nicht-Zulassung zur Prüfung ist daher für die Dozierenden nicht möglich.
Die wenigen Ausnahmen und alles weitere könnt ihr hier nachlesen:
https://www.asta.uni-augsburg.de/Recht…/Anwesenheitspflicht/

Namentliche Anwesenheitslisten zu führen, ohne explizit darauf aufmerksam zu machen, dass es keine Anwesenheitspflicht gibt und auch sonst keine Konsequenzen zu fürchten sind, ist unserer Meinung nach ein klassischer Machtmissbrauch. Unsere Erfahrung zeigt außerdem, dass gute Seminare auch besucht werden. Wenn die Seminare aber hauptsächlich aus schlecht vorgetragenen studentischen Vorträgen in Überlänge bestehen, dann ist eine niedrige Anwesenheit auch kein Wunder.

2. Klausuren dürfen eingesehen und kopiert werden.

Lasst euch nichts einreden. Ihr dürft unter Aufsicht eure Klausuren kopieren und fotografieren oder eine Kopie einfordern. Auch oder gerade wenn die Prof.s seit Jahren die selbe Klausur stellen.

3. Prüfungsformen, die nicht im Modulhandbuch und zusätzlich in der Prüfungsordnung eures Studiengangs festgeschrieben sind, sind KEINE Voraussetzung für die Teilnahme an der Klausur oder dem Bestehen der Veranstaltung.

Oftmals verlangen Dozierende Extrapunkte für Arbeiten, Referate, Onlinekurse, Hausaufgaben, Essays etc. die nicht im Modulhandbuch stehen. Dies stellt kein Hindernis für die Teilnahme an der Klausur und damit am Bestehen des Kurses dar, wenn man sich dessen verweigert.

4. Prüfungsformen dürfen nicht im Laufe des Semester geändert werden!

Versteht sich eigentlich von selbst, ist dennoch dieses Semester trotz Aufforderung schon das (mindestens) 2te Mal in Folge beim aktuellen Professor für die Analysis 1 Klausur (BA Mathematik) vorgekommen.

5.Es gelten die selben Prüfungsbedingungen für alle (des gleichen Studiengangs und der selben LPO)

In der Nachholklausur oder der parallel im Nebenraum stattfindenden Klausur sind die selben Bedingungen zu garantieren. Alle haben gleich viel Zeit, etc.
Versteht sich eigentlich auch von selbst, ist aber ebenfalls schon missachtet worden. (Lineare Algebra 1 – Klausur 2012/13 Uni Augsburg)

6. Egal in welchem Studiengang ihr seid, für die gleiche Leistung bekommt man auch die gleichen Leistungspunkte.

Umgekehrt gilt: Für die gleiche Anzahl an Leistungspunkten dürfen nicht unterschiedliche Leistungen verlangt werden.
Ausnahmen davon sind je nach Rechtsauffassung für Zusatzqualifikationen, verschiedene LPOs, und anderen „begründeten“ Ausnahmen möglich.

7. Krankschreibungen

Könnt ihr an einer Klausur nicht teilnehmen, weil ihr erkrankt seid oder aus anderen schwerwiegenden Gründen nicht teilnehmen konntet, so kann dadurch die Maximalstudienzeit verlängert werden. Daher: Atteste und sonstige Nachweise unbedingt aufbewahren.
Die Diagnose des Arztes muss nicht von den Prüfenden eingesehen werden können.
An was ihr erkrankt seid, ist eure Angelegenheit.

8. Malus-Regelungen

Nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts NRW aus dem Jahre 2006 sind Malus-Regelungen, also Punktabzug für falsche Antworten bei Prüfungen zur Feststellung der Eignung für eine Berufswahl und darunter fallen alle Studiengänge nicht rechtskonform.
https://www.justiz.nrw.de/…/j2008/14_A_2154_08urteil2008121…

Wie ihr bestimmt wisst, ist es das Eine, Recht zu haben und das Andere es durchzusetzen.
Konfrontationen mit den Prüfenden erfordern für manche Studierende Mut oder die Gewissheit, das sich dies nicht negativ auf die Prüfungsleistung auswirkt. Da an der Uni Augsburg leider keine Klausuren komplett anonym gestellt werden, lohnt es sich immer, Unterstützung von den Fachschaften, Sturas oder dem AStA zu holen. Omid Atai (Jusos), Elias Hechinger (SDS) und ich haben im Namen der Bunte Liste diesbezüglich bereits einen Antrag zur Anonymisierung eingereicht. Auch hier freuen wir uns über Unterstützungsbekundgungen durch eure Vereinigungen (Mail an elias-hechinger@web.de)
Ansonsten kann euch auch euer Studiendekan (gibt es für jede Fakultät, nicht aber für die Institute; der Studiendekan ist im Netz zu finden, außer Georg Langenhorst für die KthF-Fakultät) die Rechtsberatung des Studierendenwerks, das Büro der LandesAstenKonferenz (LAK) oder der freie Zusammenschluss von Studierendenschaften (fzs) helfen eure Interessen durchzusetzen.
Bei eskalierenden Auseinandersetzungen oder Gesetzesauslegungen könnt ihr euch auch an die hochschulpolitischen Sprecher*innen der Parteien wenden, die nicht in der Landesregierung sind (das ist einfach, das sind alle bis auf eine 😀) oder an das Kultusministerium. Besonders hervorheben möchte ich hier das Engagement von Isabelle Zacharias (SPD).

Wir können leider keine absolute Gewähr für die hier aufgeführten Rechtsauffassungen übernehmen, allerdings wurden diese Punkte mit vielen Aktiven in der Hochschulpolitik in ganz Deutschland abgesprochen. Teilweise waren sie bereits Gegenstand universitärer oder gerichtlicher Auseinandersetzungen oder beziehen sich auf Rechtsauffassungen oder Rechtsgutachten des Kultusministeriums, des freien Zusammenschlusses von Studierendenschaften fzs oder der Universitätsleitung.

Erfolgreiches Lernen wünscht euch,

euer SDS Augsburg.

Zusammenstellung von prüfungsrechtlichen Fragen:
pruefungsrecht