Redebeitrag zum „Tag der Befreiung“

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freundinnen und Freunde,
wir feiern heute den Tag der Befreiung. Aber was heißt Befreiung? Wer oder was wurden am 8. Mai 1945 befreit?
Am 8. Mai wurde nicht die deutsche Bevölkerung von der Nazi-Herrschaft befreit, wie es in Teilen der politischen Landschaft immer noch heißt. Die Deutschen und der Nationalsozialismus waren untrennbar miteinander verbunden. Beendet wurde an diesem Tag die Shoa und der Porajmos, befreit wurden an diesem Tag alle zu diesem Zeitpunkt noch lebenden Verfolgten des Nazi-Regimes, alle Feindinnen und Feinde des Faschismus von den in nationalsozialistische Raserei verfallenen Deutschen.

Der Tag der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht jährte sich vor 5 Tagen zum 72. Mal. Mit diesem Tag endete der 2. Weltkrieg in Europa und die Gewaltherrschaft des deutschen Staates. Nach 6 Jahren Krieg gelang es den Alliierten, Europa und die Welt von der Barbarei der Nazis zu befreien.

Die Ursache des 2. Weltkrieges und des Holocausts ist nicht in einzelnen ideologisch geschulten Nazi-Eliten zu suchen und auch nicht bei US-amerikanischen Finanzunternehmen, sondern in der Mehrheit der deutschen Bevölkerung. Es waren die deutschen fanatischen Massen, ohne die der Faschismus keinen Fuß hätte fassen können. Es waren die Deutschen, die Hitler zum Reichskanzler wählten. Es war der Großteil der Deutschen, der sich nicht gegen die schreiende Ungerechtigkeit wehrte. Das Verdrängen des 8. Mai und der deutschen Schuld am Nationalsozialismus ist integraler Bestandteil deutscher Tradition.

Die Errichtung einer Diktatur, die ideologische Kriegsführung und die Ausgrenzung von Menschen und deren spätere Vernichtung zerstörten Millionen Leben und stellen einen Bruch mit unserem Verständnis von Zivilisation dar. Erst mit der vollständigen Kapitulation Deutschlands, dem Sieg der Alliierten und der Auflösung des deutschen Reiches konnte diesem Grauen ein Ende bereitet werden. Für die überlebenden verfolgten Juden, Sinti, Roma, Homosexuellen, Behinderten, psychisch Erkrankten, politischen Oppositionellen und Kriegsgefangenen endete mit dem Tag der Befreiung Gefangenschaft, Unterdrückung und industrieller Massenmord. Dieser Sieg gelang nicht durch friedfertige Pazifisten und Baum-Umarmer, sondern musste militärisch erzwungen werden. Mit Auschwitz wurde gezeigt, dass es etwas Schlimmeres als Krieg geben kann und Soldaten zu „wahren Vollstreckern der Menschlichkeit“ (Wolfgang Pohrt) werden können.

Völkischer Nationalismus, Antisemitismus und Rassismus haben auch im 21. Jahrhundert Hochkonjunktur in Deutschland. Ob Abschiebungen und rassistische Sondergesetze für Flüchtlinge, antisemitische Übergriffe und Verschwörungstheorien, deutsche Großmachtbestrebungen, gesellschaftlicher Sozialchauvinismus oder scheinbar harmloser Patriotismus. Zusammen mit der Verdrängung der Schuld auf einzelne „da oben“ und regressiven Antikapitalismus bergen sie eine gefährliche Mischung für Ausgrenzung, Diskriminierung und das Potenzial zum Wiedererstarken des Faschismus.

Dennoch bleiben die NS-Verbrechen beispiellos. Gleichsetzungen findet man trotzdem immer wieder: Zum einen soll der Kommunismus in der Sowjetunion, wenn es nach vielen rechten Gruppen geht, mindestens genauso schlimm gewesen sein wie der Nationalsozialismus. Zum anderen sind Israel und die USA für manche Linke die „neuen Nazis“.
Wir feiern heute und danken den Alliierten, statt deutsche Opfermythologien, Antiamerikanismus und Israel-Hass zu pflegen: Thank you! Merci! Cпасибо! Neben dem Feiern wollen wir das Gedenken an die vielen Opfer nicht vergessen, auf dass Auschwitz sich niemals wiederhole.
Gegen jeden Antisemitismus und Rassismus!
Nie wieder Faschismus! Nie wieder Deutschland!

(Redebeitrag gehalten am 13.05.2017 in Augsburg)

Werbeanzeigen

Günstig und gut essen im Univiertel?

0. ESG-Cafete – Gutes Essen zwischen 2,50 und 3,50. Frisch gekocht, täglich wechselnd und sehr lecker. Fruchtschorlen für 1€ 0,4l. Einfach der Shit!

1. Dreieckstasche (Teigtasche gefüllt mit Fleisch,Tomaten, Käse, Peperoni (wahlweise)) für 3,50 € beim Mosaik am Europaplatz (gibt’s auch als vegetarische Alternative, mit Pilzen statt Fleisch). Die Pizza Happy Hour (5€) geht meistens 5 glückliche Stunden lang

2. Warme Piroschki (Teigtaschen mit Kraut, Schweinefleisch oder Kartoffelbrei) für 80cent beim Universam-Laden (Der Tante Emma-Laden neben dem Fahrradhändler) 2-3 Stück und man i(s)st satt. Hier gibt’s auch noch günstig russische und polnische Wurst, Fleischwaren und Käse. und Vodka, viel Vodka.

3. Reis/Nudeln mit Gemüse Teller beim Asia-Restaurant gegenüber der KHG und der ESG für 3,50 €

4. Ganzer Laib Brot mit Kernen und unerwartet lecker bei Penny für 1,29€

6. Cafete von Medaktiv (sehr große Physiotherapeutenpraxis) gegenüber vom Bauhaus.
Das Essen ist zwar nicht günstig, aber die Patienten schaffen fast die ganze Portion. Die übrigen Portionen liegen dann in so einem Schiebefach für Tablets, wie in der Neuen Cafete.

7.Mensa des Landesamts für Umwelt (hinter Wohnheim Brgm. Ulrichsstraße). Theoretisch muss man beim Freistaat angestellt sein um dort zu essen, aber da frägt nie jemand nach. Das Essen ist ein wenig teurer als in der Mensa, dafür sind die Portionen größer und es schmeckt besser.

8. Delikatessen-Wrap im Delikatessengeschäft von Frau Glück, etwas versteckt hinter den beiden Copyshops gegenüber vom AStA-Büro, für 3,50€ bis 4,50€ mit getrockneten Tomaten, Schinken, Büffelmozarella, etc. und guter Soße.

9.Alles unbeschriftete Essen im Philbüro. Achtung man braucht einen Schlüssel für das Philbüro, oft ist es aber offen.

10. Fairteiler im Freiraum, gegenüber der Alten Cafete. Der Fairteiler lebt davon, dass man ihn verantwortungsvoll nutzt und auch Essen hin gibt, dass man nicht mehr braucht.
Hat’s sogar schon in die Süddeutsche geschafft:
http://www.sueddeutsche.de/…/augsburg-ein-kuehlschrank-als-…

11. KHG Abendveranstaltungen, meistens Dienstag, da gibt’s auch stets warmes Abendessen gegen Spende.

12. Sämtliche Häppchenempfänge an der Uni