SDS in Konvent und EULe!

Der SDS Augsburg ist nach den Hochschulwahlen 2017 erneut mit einem Platz in den studentischen Konvent eingezogen.
Mit Elias Hechinger, der die meisten Stimmen für die Bunte Liste holen konnte, ist der linke Studierendenverband auch in der Erweiterten Universitätsleitung (EULe) vertreten.
Wir bedanken uns bei allen Wählerinnen und Wählern für ihre Stimmen und ihr Vertrauen.
Wir streiten auch nach der Wahl u.a. für eine Demokratisierung der Universität, gute und sichere Arbeitsbedingungen für WissenschaftlerInnen, höheres rückzahlungsfreies BAföG, mehr bezahlbaren Wohnraum und kämpfen weiter gegen jede Form von Antisemitismus, Rassismus und Sexismus.

Die Wahlbeteiligung lag bei 10,63%.
Das ausführliche Wahlergebnis findet ihr hier:
https://www.zv.uni-augsburg.de/abt/abt1/ref1_2/hochschulwahlen/formulare_downloads/Wahlergebnis_2017.pdf

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10 gute Gründe, SDS zu wählen!

Am 20.06. und 21.06.2017 wird an der Uni Augsburg gewählt.
Warum du dein Kreuz beim SDS Augsburg machen solltest?
Hier hast du 10 gute Gründe!


(1) –> Wir streiten das ganze Jahr und auch außerhalb der Universität für eine soziale Öffnung und paritätische Mitbestimmung an der Hochschule. Zudem bedarf es einer Verfassten Studierendenschaft – auch in Bayern.


(2) –> Wir wollen gute und sichere Arbeitsbedingungen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf allen Karrierestufen. Prekäre Beschäftigung an der Uni muss durch reguläre ersetzt werden.


(3) –> Es darf keine Zugangshürden zum Masterstudium geben und eine reduzierte Prüfungsdichte im Bachelor muss wieder ein selbstbestimmtes Studium möglich machen.


(4) –> Wir fordern eine höheres, elternunabhängiges und rückzahlungsfreies BAföG.
15 Prozent der Studierenden leben in verdeckter Armut. Um die teilweise horrenden Mieten bezahlen zu können, sparen viele Studierende beim Essen. Über 100 Euro fehlen BAföG-Beziehenden monatlich, um über die Runden zu kommen.


(5) –> Wir brauchen mehr bezahlbaren Wohnraum: mehr Studierendenwohnheime, mehr sozialer Wohnungsbau. Außerdem fehlt es an Studienplätzen, Hörsälen und universitärer Infrastruktur.


(6) –> Wir wollen ein Solidarisches Semesterticket für Bayern.
Hin zu einem kostenfreien Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) für alle!


(7) –> Wir kämpfen gegen Rassismus, Sexismus und jede Form von Antisemitismus. Von der AfD bis zu den „Grauen Wölfen“ – Auch in Augsburg ist Antifaschismus notwendig.


(8) –> Wir halten nichts von Leistungszwang und wollen die Regelstudienzeit überwinden. „Chuck Norris schafft den Bachelor in Regelstudienzeit“…


(9) –> Wir setzen uns dafür ein, dass Geflüchtete freien Zugang an die Universität erhalten. Refugees Welcome!


(10) –> Wir wollen die Uni lebenswerter machen. Durch mehr Raum für Selbstorganisation und ein freieres, selbstbestimmteres Studium.  Übrigens: Die Anwesenheitspflicht in regulären Seminaren ist abgeschafft. Wir wollen, dass das auch so bleibt.

Verfassungsschutz abschaffen!

Zehn Menschen hat der „Nationalsozialistische Untergrund“, der NSU, zwischen 2000 und 2007 ermordet: neun MigrantInnen und eine Polizistin.

Trotz eines umfangreichen Einblicks in die militante rechte Szene aufgrund einer Vielzahl von V-Personen haben die Verfassungsschutzbehörden in Bund und Ländern die Mordserie des NSU nicht aufgedeckt. Sogar im direkten Umfeld des NSU-Trios gab es Spitzel. Für die Bekämpfung rechten Terrors waren die VS-Ämter also mindestens nutzlos, wahrscheinlich sogar hinderlich. Auch im Nachhinein hat der Verfassungsschutz die Aufklärung aktiv behindert – durch Aktenschredderei oder durch Aussageverbote vor Gericht und in den parlamentarischen Untersuchungsausschüssen.

Auch der Untersuchungsausschuss des Bayerischen Landtags zur Aufarbeitung der rechtsterroristischen NSU-Mordserie machte zum Ende seiner Arbeit dem VS schwere Vorwürfe: ahnungslose Verfassungsschützer, ineffiziente Strukturen, ein fragwürdiger Umgang mit V-Leuten, unzureichende Zusammenarbeit der Behörden sowie fehlende Offenheit bei den Ermittlungen.

Die Unfähigkeit und die Strategie aktiver Vertuschung im Zusammenhang mit dem NSU-Terror haben deutlich gemacht: Der Verfassungsschutz schützt nicht unsere Verfassung, sondern ist eine Gefahr für die Demokratie. Der Glaube, man könnte den Verfassungsschutz demokratisch kontrollieren, ist eine Illusion. Im Zweifel verhindert der Geheimschutz immer wieder, dass unlautere Machenschaften ans Tageslicht kommen. Vertuschung wird zur Regel.

Das V-Mann-Wesen führt dazu, dass Nazis oder andere Hass verbreitende Menschen mit öffentlichen Mitteln finanziert werden und dass die Grenzen zwischen staatlichem Handeln und der menschenverachtenden Propaganda und offener Gewalt von Nazistrukturen verschwimmen. Folge ist ein unkontrolliertes Eigenleben, das sich bei der Zusammenarbeit zwischen Staat und V-Personen entwickelt. Der mit dem V-Leute-Wesen zusammenhängende Quellenschutz behindert die Zusammenarbeit zwischen den Strafverfolgungsbehörden und die Aufarbeitung von Missständen oder Versagen in denselben.

Immer wieder wird der Verfassungsschutz politisch motiviert als Instrument gegen unliebsame, oft links stehende Organisationen und Bewegungen eingesetzt. Im Bund und in einigen Bundesländern wurden und werden auch Mitglieder und Mandatsträger der Partei Die Linke und ihrer Strukturen beobachtet und damit diskreditiert. So auch der Sozialistisch-Demokratische Studierendenverband (SDS). Dadurch entstehen Hindernisse für Mitglieder oder Sympathisanten desselben, z.B. bei einer Anstellung an der Universität, auch in Augsburg.

Wir wollen den Verfassungsschutz bundesweit abschaffen. Er ist durch Institutionen zu ersetzen, die ohne nachrichtendienstliche Mittel neonazistische, rassistische und antisemitische Einstellungen und Bestrebungen sowie sonstige Erscheinungen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit dokumentieren und Strategien dagegen entwickeln. Auch zur Verhinderung islamisch motivierter Gewaltakte bedarf es zuverlässiger, effizienter Strukturen, die sich demokratisch kontrollieren lassen. Wir wenden uns auch gegen immer neue Befugnisse und Datenbanken, die die Trennung zwischen Polizei und Geheimdiensten aufweichen.

Wir halten es für höchst problematisch, dass dieser Verfassungsschutz an der Universität Augsburg für sich werben darf.

Unsere Forderungen zur Hochschulwahl 2017!

Die Hochschulwahlen an der Uni Augsburg finden am 20. und 21. Juni 2017 statt.
Die Wahllokale sind am 20. Juni von 09:00 bis 16:30 Uhr und am 21. Juni von 09:00 bis 15:00 Uhr geöffnet.
Der SDS Augsburg ist zum zweiten mal dabei, zudem sind wir wieder Teil der „Bunten Liste“, wenn es um die Wahl für die Erweiterte Universitätsleitung (EULe) geht.
Mehr Infos darüber, wo, wer und was gewählt wird, gibt es hier:
http://www.asta.uni-augsburg.de/hochschulwahl/

Unsere Forderungen findet ihr bereits hier:

+ Prekäre Beschäftigung an der Uni durch reguläre ersetzen!
 Schluss mit der Prekarisierung von wissenschaftlichen MitarbeiterInnen und  Lehrbeauftragten!

+ Gegen jeden Antisemitismus!
Für eine fortschrittliche, grundlegende Gesellschaftskritik.
Gegen jede Form von Antisemitismus, Rassismus, Sexismus und menschenfeindliche Ideologien!

+ Refugees welcome!
Freier Zugang für Geflüchtete an die Universität Augsburg.

+ Demokratisierung der Hochschule!
Für eine Verfasste Studierendenschaft und eine paritätische Verteilung in den Gremien!

+ Rückzahlungsfreies und elternunabhängiges BAföG!
Das sorgenfreie Studium für alle ermöglichen!

+ Nein zu Anwesenheitslisten!
Die Anwesenheitspflicht in regulären Seminaren ist abgeschafft!
Lasst euch nichts einreden!

+ Bezahlbarer Wohnraum für alle!
Neue Studierendenwohnheime, mehr sozialer Wohnungsbau!

+ Studium Generale!
Fächerübergreifender Bereich (15LP) nach persönlichem Interesse wähl- und  kombinierbar.

+ Solidarisches Semesterticket für Bayern!
Hin zu einem kostenfreien Öffentlichen Personennahverkehr für alle!

+ Uni lebenswert machen!
Trinkwasserspender, veganes Angebot erweitern, …
Mehr Raum für Selbstorganisation!

+ Leistungszwang beenden!
„Chuck Norris schafft den Bachelor in Regelstudienzeit!“