Gegen jeden Antisemitismus!

Der Studentische Konvent der Uni Augsburg positioniert sich auf unseren Antrag hin in der Sitzung am 12.06.2019 gegen die antisemitische BDS-Kampagne. Hier der Inhalt unseres Antrags:

Gegen jeden Antisemitismus! 

Antragsteller: Maximilian Richter, Rebecca Schöberl, Elias Hechinger

Der studentische Konvent möge beschließen:

+ Die Studentische Konvent verurteilt die antisemitische Kampagne „Boycott, D

 

ivestment and Sanctions“ (BDS) und kritisiert im Besonderen den von BDS geforderten Wissenschaftsboykott, also die Einstellung jeglicher Kooperationen mit israelischen Wissenschaftsinstitutionen. Dies stellt einen Angriff auf die Wissenschaftsfreiheit dar und würde auch zu einer massiven Beschränkung der Forschung und Lehre zur Shoa und zum Nationalsozialismus führen.

+ Der Studentische Konvent fordert die Universitätsleitung auf, die Räume der Universität nicht für Kampagnen, Veranstaltungen oder Ausstellungen zur Verfügung zu stellen, welche die Ziele von BDS verfolgen. Die Universität soll des Weiteren keine Veranstaltungen unterstützen (insbesondere nicht mit Raumvergaben) von Personen oder Organisationen, die für BDS werben oder auf andere Weise versuchen, den Staat Israel zu delegitimieren.

 

Begründung:

Der Aufruf zum Boykott von Produkten aus den von der BDS-Kampagne als „besetzte Gebiete“ bezeichneten Teilen der Westbank, aus Ost-Jerusalem und den Golanhöhen steht deutlich in der Tradition des nationalsozialistischen sogenannten Judenboykotts und dem Spruch „Kauft nicht bei Juden!“. Neben den Forderungen nach Wirtschaftssanktionen und Investitionsabzügen übt BDS darüber hinaus massiven Druck auf international bekannte Künstler*Innen aus, um geplante Veranstaltungen in Israel zu verhindern und den israelischen Staat nicht nur ökonomisch, sondern auch kulturell zu boykottieren.

Zudem fordert BDS einen folgenreichen Wissenschaftsboykott, also die Ein

stellung jeglicher Kooperationen mit israelischen Wissenschaftsinstitutionen. Dies stellt einen Angriff auf die Wissenschaftsfreiheit dar und würde insbesondere auch zu einer massiven Beschränkung der Forschung und Lehre zur Shoah und zu

m Nationalsozialismus führen. Betroffen wäre davon auch die Partnerschaft zwischen der Universität Augsburg und der Universität Haifa. Der Boykott würde damit auch den studentischen Konvent in seiner Aufgabe behindern, für die Pflege von Beziehungen zu ausländischen, also auch israelischen, Studierenden Sorge zu tragen.
Die weitergehenden Forderungen der BDS-Kampagne, sämtliche Schutzanlagen vor terroristischen Angriffen an der Grenze zum Gazastreifen und zum Westjordanland abzureißen, würde das faktische Ende Israels als jüdischer Staat und jüdischen Lebens im Nahen Osten überhaupt bedeuten.

Der Antisemitismus der BDS-Bewegung tritt deutlich in der immer wiederkehrenden Betitelung Israels als „Apartheidsregime“ zutage. Sie ist Teil des Versuchs, Israel zu dämonisieren und den angeblich rassistischen Charakter des Zionismus hervorzuheben. Dieser haltlose Vorwurf relativiert zudem den (mehr oder weniger)

ehemaligen institutionellen Rassismus in Südafrika und verhöhnt die Opfer tatsächlicher Apartheid.
Auch in Augsburg zeigen sich immer wieder antizionistische und damit antisemitische Tendenzen. Im Mai 2018 sprach der BDS-Unterstützer Jamal Juma’a im Annahof auf Einladung der „Augsburger Friedensinitiative“ (AFI) und „pax christi“. Im November fand ebenfalls eine dem BDS nahestehende Veranstaltung am g

leichen Ort mit denselben Veranstaltern statt – in Kooperation mit der Universität Augsburg. Zudem werden regelmäßig Plakate der Hochschulg

ruppe der Deutsch-Israelischen Gesellschaft zerstört oder

beschmiert.Diesen Entwicklungen gilt es entschieden entgegenzutreten!

sds israel bds

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