Hochschulwahl

Am 05.06. und 06.06.2018 finden an der Universität Augsburg wieder Wahlen für den Studentischen Konvent und die Erweiterte Universitätsleitung (EULe) statt.

Hier findet ihr 10 Gründe, den SDS zu wählen!

Wahlprogramm für die Hochschulwahlen
am 
5. Juni, 09:00 – 16:30 Uhr und 6. Juni, 09:00 – 15:00 Uhr

1
Für Mehr Demokratie!
Wir streiten das ganze Jahr und auch außerhalb der Universität für eine soziale
Öffnung und paritätische Mitbestimmung an der Hochschule. Zudem
bedarf es einer Verfassten Studierendenschaft – auch in Bayern.
Ein Beispiel:
Von 23 Mitgliedern der Erweiterten Universitätsleitung (EULe) sind lediglich
2 Mitglieder aus der Gruppe der Studierenden vorgesehen; der studentische
Konvent hat zu wenig Mitspracherecht. Das muss sich ändern!
Des Weiteren müssen die Gelder, die an die Uni fließen, transparent gemacht
werden. Wir fordern, dass offen gelegt wird, welche Unternehmen
die Uni mitfinanzieren und somit Einflussnahme auf Forschung und Lehre
ausüben.

2
Für bessere Mobilität!
Wir kämpfen für ein kostenfreies, solidarisches Semesterticket, das nicht
nur in einem Teil der Stadt Augsburg gilt sondern deutlich weiter. So kann
garantiert werden, dass die Studierenden, die außerhalb von Augsburg wohnen
unabhängig vom Geldbeutel am Uni- und Stadtleben teilhaben können.
Des Weiteren müssen wir angesichts des Klimawandels dringend den Verkehr
von der Straße auf die Schiene und in die Busse bringen. Die Stärkung
des ÖPNV bedeutet eine Entlastung der Umwelt, weshalb wir langfristig hin
zu einem kostenfreien öffentlichen Nahverkehr für alle wollen.

3
Für eine Uni für alle!
Um die Uni für alle lebenswerter zu machen, muss in verschiedenen Bereichen
nachgebessert werden. Das vegane Angebot sollte erweitert und
besser gekennzeichnet werden.
Geflüchteten muss der Zugang an die Universität erleichtert werden. Allgemein
muss auf eine gute Uni für alle deutlich mehr Wert gelegt werden,
Inklusion und Integration müssen viel stärker voran getrieben und finanziert
werden.
Zudem braucht viel mehr Raum für Selbstorganisation der Studierenden
und damit mehr Freiräume. Ein positives Beispiel ist der „Zwischenraum“
gegenüber der Alten Cafete. Mehr davon!

4
Für gute Arbeit an der Uni!
Wir wollen gute und sichere Arbeitsbedingungen für Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler auf allen Karrierestufen. Prekäre Beschäftigung an der
Uni muss durch reguläre ersetzt werden.
Kurz- und Kettenverträge sind an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen
zur Normalität geworden. Ein immer größer werdender Teil der
Lehre wird von Lehrbeauftragten gemacht, denen die Hochschulen keinerlei
soziale Absicherung bieten – und oft nur einen Dumping-Lohn zahlen. Viele
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verzichten trotz Kinderwunsch
auf eine Familiengründung, nur weil ihnen berechenbare Berufsperspektiven
fehlen. Das muss sich ändern!

5
Für soziale Sicherheit!
Immer mehr junge Menschen entscheiden sich für ein Studium, müssen
sich dabei aber auch um ihre Existenz sorgen. Leider erreicht das BAföG
heute nur noch eine kleine Minderheit aller Studierenden. Zum Leben reicht
es vorne und hinten nicht, während die Mieten in den Hochschulstädten
explodieren. Wir fordern ein BAföG, das existenzsichernd, rückzahlungsfrei
und elternunabhängig ist. Jeder Mensch, der studieren will, soll auch studieren
können – unabhängig vom Geldbeutel der Eltern und ohne Zwang zum
Nebenjob.

6
Für Lernen ohne Zwang!
„Chuck Norris schafft den Bachelor in Regelstudienzeit!“
Was einem freien Studium entgegen steht, muss überwunden werden:
Die Regelstudienzeit, den Numerus Clausus (NC) und Anwesenheitslisten
gehören abgeschafft.
Den Studierenden sollte es überlassen sein, was sie lernen, wann sie lernen
und wie sie lernen wollen. Es darf keine Zugangshürden zum Masterstudium
geben und eine reduzierte Prüfungsdichte im Bachelor muss wieder
ein selbstbestimmtes Studium möglich machen.

7
Für ein Studium Generale!
Wir wollen mehr sicheren Freiraum durch flexiblere Prüfungsordnungen: für
außeruniversitäres Engagement, selbstorganisierte Seminare und alternative
Studienangebote mit ECTS-Vergütung.
Wir fordern eine echte Interdisziplinarität der Studiengänge statt des parallelen
Lernens gleicher Inhalte in verschiedenen Fachbereichen. Vorgegebene
fachliche Inhalte sollten nur einen Teil des Studiums ausmachen.

8
Für bezahlbaren Wohnraum!
Bei den Mietsteigerungen liegt Augsburg nach Berlin bundesweit an der
Spitze. Der Bestand an Sozialwohnungen sinkt seit 20 Jahren kontinuierlich.
Hatte die Stadt 1994 noch fast 17.000 Sozialwohnungen, waren das
im Jahr 2014 nur noch 6.083 Wohnungen. Immer öfter wird in Augsburg die
Schallmauer von 10 Euro pro Quadratmeter Kaltmiete durchbrochen. Auch
das Umland ist betroffen. Aber das ist kein Naturgesetz, sondern Ergebnis
von falscher Politik: Der soziale Wohnungsbau wurde ausgetrocknet und
der Spekulation mit Wohnraum keine Grenzen gesetzt. Die Folgen spüren
immer mehr Menschen, besonders auch Studierende. Sie müssen immer
mehr Geld fürs Wohnen aufbringen. Viele Studis finden keine passende
Wohnung, einige benötigen mehrere Nebenjobs. Wir fordern, dass viel mehr
Sozialwohnungen und Studierendenwohnheime gebaut werden und die
„Zweckbindung“ künftig unbefristet gelten muss. Das heißt: Einmal Sozialwohnung,
immer Sozialwohnung.

9
Für eine effektive Zivilklausel!
Wir fordern die Einführung einer effektiven Zivilklausel für die Uni Augsburg,
die sich gegen militärisch relevante Forschung an unserer Uni richtet.

10
Für mehr Solidarität!
Wir sind solidarisch mit den studentischen Initiativen zur Verbesserung
der Studienbedingungen, denn ihre Kritik ist absolut berechtigt: Viele Seminare
sind überfüllt, angenehmes Lernen ist so nicht möglich und eine gute
Diskussionsatmosphäre kann nicht geschaffen werden. Darunter leiden
Studierende und Lehrende. Deshalb stehen wir an ihrer Seite!
Zudem sind wir als Studierende solidarisch mit verschiedensten Menschen,
die für ein besseres Leben und eine gerechtere Gesellschaft kämpfen.

Die Hochschule ist unser politischer Aktionsradius, jedoch möchten wir
auch zu gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen klar und vernehmbar
Stellung beziehen: Die Probleme unserer Welt liegen meist dort, wo gerade
kein Seminar ist. Wir machen uns stark für ein allgemeinpolitisches Mandat
des Studentischen Konvents.

Lasst uns gemeinsam die Uni verändern – deine Stimme für den SDS!

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